Paar-Samstag: "Wenn der Nebel sich verzieht"

Viele Paare sind in bestimmten Bereichen auf eine besondere Weise verklebt. Die Bedeutung des Partners und der Beziehung ist dort innerlich scheinbar allumfassend. Ein bisschen so, wie kleinere Kinder mit ihren Eltern. Es gibt keine innere Alternative. Keiner fragt: „Wer bist du eigentlich und wie würdest du das machen?“ Die Dinge „müssen laufen“ – auch wenn keiner so ganz genau sagt warum.

Die Partner agieren wie im Nebel. Eine unterschwellige kindliche Sicht engt ihre Phantasien und Möglichkeiten ein.

An diesem Paar-Samstag werden wir uns mit solch überwertigen Beziehungsmustern befassen. Welche Grundgedanken liegen dahinter? Welche Gefühle? Welche Erfahrungen? Wie kann man es verändern?

Wir beginnen den Workshop mit einem Spaziergang im Wald - lassen den Alltag zurück. Sie beginnen sich zu öffnen - kommen auf leichte Art in Kontakt. Nach einem gemeinsamen Frühstück in der Praxis - jeder bringt eine Kleinigkeit mit - haben wir den Tag Zeit uns mit dem Thema Bei sich bleiben zu befassen. In der Runde, in Paaren und kleinen Gruppen. 
Beginn 8:30 - Ende gegen 19Uhr.

Ich freue mich auf eure/Ihre Teilnahme

Herzlichen Gruß
Fabian Lenné 

 

Wenn wir sechs oder sieben werden, die „Doktorspiele“ hinter uns, beginnen wir die Welt nicht mehr nur als einen „Klumpen“ zu sehen. Die Eltern, das sind dann Vater und Mutter. Ihre Liebe zueinander hat exklusive Bereiche. Da passen wir nicht überall dazwischen. Wir bekommen „beste FreundInnen“, da passen sie nicht überall dazwischen. Wir kommen in die Schule. Das ist anders als die KiTa. Wir sind wer. Wir beginnen unsere natürlich wachsende Eigenständigkeit zu genießen. Wir lernen verschiedene Abstände zu den Dingen einzunehmen. Im besten Fall, wird auch unsere eigene Innenwelt etwas, zu dem wir Abstand einnehmen können. Wir üben unsere Wünsche zu spüren und unsere Gefühle zu regulieren. Wir verhandeln mit der Umwelt über das was wir wollen und das was wir geben.